20210604 153231Austrian Finals

1./2. AC

Graz Eggenberg/ Hainersdorf

04./05. Juni 2021

 

Spannung pur!

Mit einem Minigrüppchen war der OII bei den Austrian Finals, dem 1. AC in Graz Eggenberg und dem 2. AC in Hainersdorf vertreten.

 

 

In Graz wurde ein Sprint, in Hainersdorf eine Langdistanz ausgetragen. Bei beiden Bewerben punkteten vor allem Moritz Grissemann, Maximilian Rass, Sarah Mair und Lilli Egger.

Nach einer langen, flotten Fahrt in einem Sprinter Kleinbus ging es in Graz Eggenberg angekommen gleich rasant weiter. Die Tribünen des ASKÖ Stadions füllten sich mit zahlreichen OL Sportlern aus ganz Österreich. Organisator Günter Kradischnig (OLC Graz) und Speaker Wolfgang Pötsch begrüßten alle Teilnehmer und sorgten für prickelnde Stimmung.

Da man von der Tribüne einen weiten Blick in das angrenzende Freibad hatte, durch dessen Areal die Sprintbahnen in allen Kategorien im letzten Teil führten, konnte man die Läufer bereits von weitem sehen, sie bei den letzten Posten beobachten und natürlich anfeuern und bejubeln.

So bekamen wir alle live mit, dass Moritz Grissemann (H12) bei der ersten Zwischenzeit in Führung lag und diese bis zum Schluss nicht mehr abgab. Wir fieberten mit ihm bis er ins Stadion einlief. Es sollte keiner mehr, der etwas später gestartet war, seine schnelle Zeit unterbieten. Bravo Moritz!

Einen weiteren Vogel abgeschossen hat ein wenig später die erst 10jährige Sarah Mair, die in der Kategorie D12, unaufgeregt und cool auf den dritten Platz sprintete. Super toll gemacht!

Ebenso gut lief es Maximilian Rass in der H16 Elite Klasse. Auch er eroberte Platz 3.

Für Julia und Tabea Mair und für Magdalena Rass ging es hauptsächlich darum Wettkampferfahrung und Sicherheit zu gewinnen. Sie kehren vom Sprint mit einem positiven Gefühl heim.

Lilli Egger hatte nach zwei Routenwahlfehlern keine Chance mehr um die Siegerzeit zu kämpfen. Aber Lilli ist die Jüngste in der Kategorie D14 und darf mit dem sechsten Platz sehr glücklich sein.

Bei der Langdistanz am nächsten Morgen im typisch südoststeirischen Mischwald wurden alle Tiroler Teilnehmer mächtig auf die Probe gestellt. Der Wald war ziemlich flach, durchzogen von hunderten parallellaufenden Schneisen, die dicht bewachsen und mitunter sehr sumpfig waren. Auch hohes Gras erschwerte stellenweise das Laufen. Man merkte bald, dass das „Schneisen zählen“ nicht funktionierte. Man musste andere Strategien entwickeln, sich andere Auffanglinien suchen und natürlich sicher mit dem Kompass navigieren können. Traf man den Posten nicht, war es sehr schwierig sich wieder aufzufangen. Davon können Tabea und Julia Mair ein Liedlein singen!

Wie man mit einem solchen Wald umgeht, das müssen wir alle noch lernen! Am besten den nächsten Trainingskurs dort planen!

Die Leistungen von Moritz (2.), Lilli (3.), Sarah (3.), Maximilian (3.) und Magdalena (5.) an diesem Tag sind bewundernswert. Sie müssen das Orientieren wirklich bereits gut können, um sich in so einem ungewohnten Gebiet zurecht zu finden. Applaus! Applaus!

Sehr mutig und tapfer waren Sarah und Magdalena, beide ja erst 10 und gestartet in D12. Mit 47 und 58 Minuten Laufzeit auf Platz Drei und Fünf! Im vorderen Drittel des Starterfeldes! Unglaublich!

Wir Erwachsenen (Julia Rass, Annika Neuwirth, Thomas Egger und ich) haben uns sehr bemüht, sind viele km gelaufen, haben alle Posten, können aber mit den Leistungen unserer Jugend bei weitem nicht mithalten.

Was nehmen wir mit von diesem spannenden Wochenende? Die Gewissheit, dass wir gut arbeiten, die Erfahrung, dass Fehler und Misserfolge zum Lernprozess dazugehören, dass es immer wieder toll ist bei größeren Bewerben zu starten, nette gemeinsame Erlebnisse und die eine oder andere Blase an den Füßen.

Wir sind nicht nur dabei…wir sind vorn mit dabei!

 

Bericht: Karin Lugsteiner

 

 

 

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