intro pertisau 2019SKIO Sprint und ÖM Lang

2. und 3. AC Pertisau, 12./13. Jänner 2019

 

Zu Jahresbeginn 2019 nahm sich Herr Winter vor, besonders fleißig zu arbeiten, um unser Tiroler Landl in weiße Pracht zu hüllen. Doch eine kurze Verschnaufpause every once in a while gönnt er sich erfreulicherweise trotzdem.

Am Samstag, den 12. Jänner stand sogar ein Beautyschlaf auf dem Programm. Ein besonders schöner Wintertag, wie im hohen Norden, lockte zahlreiche SKI OLer auf die Tracks am tief verschneiten Golfplatz von Pertisau. Tage zuvor wurde nämlich in mühevollster Arbeit ein gewaltiges Spurennetz in die Landschaft gemeißelt.

Um 14:00 Uhr erfolgte der Startschuß zum international stark besetzten Sprintbewerb, der zugleich Auftakt der alle zwei Jahre stattfindenden SKIO TOUR der Weltelite war. Herren Elitesieger Stanimir Belomashev aus Bulgarien fand nach dem Rennen äußerst lobende Worte für die Veranstalter und Organisatoren. In ganz Österreich gäbe es kein besseres Gebiet und erlebe man größere Anstrengungen SKIO Sportlern faire Wettkämpfe auf solch hohem Niveau zu bieten. In der SKIO Szene weiß man und schätzt man, dass vor allem das gemeinsame Werkeln von fünf „Einsatzkräften“ für Qualität bürgt. Hans Rüdi Häny aus der Schweiz, Hans Georg Gratzer, Adrian Wickert, Wolfgang Pötsch und Robert Mayrhofer verstehen ihr Handwerk und konnten dem veranstaltenden Verein, dem HSV Absam, kräftig mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Unsere OII SKIO Jugend schlug sich tapfer, spürte aber deutlich, dass sich vor allem Mitstreiter mit dem Kennzeichen CH ständig auf der Überholspur befanden. Ui, ui, da müssen wir noch viel trainieren! Der Verantwortlichen des SKIO Sportes in der Schweiz, Sybille Boos-Braun, fiel auf, dass wir bereits unsere Kleinsten ins Rennen schickten und war total begeistert davon. Lilli Egger, Sarah Fleck, Sabrina Perktold, Magdalena Rass, Eva Madl, Jonas Thurner und Julius Gstir kämpften mit roten Backen, kurvten geschickt durch ein Kanalsystem, das sie beinahe verschluckte und strahlten nach getaner Arbeit bis über beide Ohren. „Das machen wir wieder! Das ist richtig cool!“

Am Sonntag wurde die ÖM Lang ausgetragen, bei der wiederum die Asse der SKIO TOUR an den Start gingen, allerdings erst nachdem das Feld von ÖM Läufern und Läuferinnen ziemlich geräumt war. Herr Winter fühlte sich sichtlich so erholt, dass er dicke Flocken pausenlos prasseln lies. Die Starts mussten um jeweils eine Stunde verschoben werden. Die Runden waren lang und beschwerlich, gekennzeichnet von Überkreuzungen und Richtungswechseln, bedingt dadurch, dass einige Gebiete gesperrt waren. Dennoch eine richtige Wohltat für Körper, Geist und Seele.

Ein dickes Lob gehört allen OII Teilnehmern Klein und Groß, die dem turbulenten Schneetreiben trotzten und ihre Bahn bis ins Ziel meisterten.

Ich glaube, vielen gingen ähnliche Gedanken da draußen durch den Kopf:

  • Ist das eigentlich Schnee oder Regen?!? Fühlt sich ziemlich nass an! Es pappt, es bremst! Falsches Wachs? Von den Bäumen stürzen dicke Polster … auf den Kopf, in den Nacken, auf das Brett…jetzt ist dann aber genug!!! Frechheit!
  • Stöhn, Stöhn… es geht so viel aufwärts. Okay, hab ja Kraft in den Armen und Stöcke zum Schieben. Ihr lieben Stöcke … nun sucht euch aber bitte mal Stellen aus, die trittsicher sind! Da fällt mir ein: die Sensoren dafür fehlen, sind ja noch gar nicht erfunden.
  • Wie herrlich wäre es jetzt zu queren, eine Abkürzung zu nehmen. Wage es ja nicht!!!
  • Mein Kartengestell scheint das beliebteste Anflugziel für freche Flocken zu sein. Ständig wischen, um die Karte lesen zu können. Bringt trotzdem nichts, wenn die Augengläser Trübsal blasen. Stehen bleiben, wischen, kneifen, durch eine Luke spähen, weitermachen.
  • Es ist so still da draußen, alles grau und weiß, keine Tiere zu sichten, ab und zu Gleichgesinnte. Wie gut das alles tut: die Stille, die Frische, das Orientieren, die Bewegung.
  • Oje, Ketten montieren bzw. abmontieren steht mir heute auch noch bevor. Oder soll ich eine Zitter – und Herzpumperfahrt riskieren? Das Erlebnis hier draußen macht mutig!

Als wir uns am Abend genussvoll in unsere Decken kuscheln konnten, hieß es für die Veranstalter Bahnen planen, Karten drucken, Tracks spuren, Berichte verfassen, Medien füttern, Ergebnisse online stellen, Entscheidungen treffen, etc. Denn Ende der ersten Station der SKIO TOUR ist erst am Dienstag nach zwei weiteren Wettkämpfen. Herr Winter strotzt vor Energie und will diese loswerden. Steht ihr das durch? Ihr seid echt Helden!

 

Bericht: Karin Lugsteiner

 

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